Eine Zugferd Rechnung vereint zwei Welten in einer einzigen Datei. Sichtbar ist ein normales PDF im Format PDF/A-3. Darin steckt versteckt eine XML-Datei mit allen Rechnungsdaten. Menschen lesen das PDF, Buchhaltungsprogramme lesen die XML-Daten automatisch aus.

Genau das macht das ZUGFeRD-Format so praktisch für kleine Betriebe, Handwerker und Selbstständige. Sie müssen ihre gewohnte Optik nicht aufgeben und erfüllen trotzdem die Anforderungen an eine elektronische Rechnung.

Zugferd Rechnung

Dieser Leitfaden begleitet Sie durch alle Schritte: von der Definition über die Rechtslage bis zur fertigen Rechnung. Sie erfahren, welche Angaben hineingehören, welche Programme sich lohnen und welche Stolperfallen häufig auftauchen.

Für den Start braucht es kein teures Paket. Kostenlose Werkzeuge wie WISO MeinBüro Rechnungen Free, der E-Rechnungsgenerator von PDF24, easy-e-invoice oder die Angebote der ZUGFeRD Community reichen oft aus. Zum Prüfen und Anzeigen helfen der Open-Source-Viewer Quba und der Validator Portinvoice.com.

Ein Punkt wird gern übersehen: Wer nur zwei oder drei Rechnungen im Monat schreibt, muss diese Belege trotzdem revisionssicher aufbewahren. Die digitale Rechnungsstellung endet nicht mit dem Versand per E-Mail.

Wichtige Erkenntnisse

  • ZUGFeRD ist ein Hybridformat aus PDF/A-3 und eingebetteter XML-Datei.
  • Die Rechnung bleibt für Menschen lesbar und für Software auswertbar.
  • Kostenfreie Tools wie PDF24, easy-e-invoice oder WISO MeinBüro Rechnungen Free genügen für den Einstieg.
  • Mit Quba lassen sich Dateien ansehen, mit Portinvoice.com auf Fehler prüfen.
  • Jede elektronische Rechnung unterliegt der revisionssicheren Archivierung.
  • Auch Selbstständige mit wenigen Belegen pro Monat sind von den Regeln betroffen.
  • Automatisierte Abläufe sparen Zeit und senken die Zahl der Tippfehler.

Was ist eine Zugferd Rechnung?

Eine ZUGFeRD Rechnung vereint zwei Welten in einer einzigen Datei: ein lesbares PDF für Menschen und strukturierte Daten für Maschinen. Wer die Datei öffnet, sieht eine gewohnte Rechnung. Die Buchhaltungssoftware liest im Hintergrund die eingebetteten XML-Rechnungsdaten aus und verarbeitet sie automatisch.

Herkunft und Aufbau des hybriden Formats

Das ZUGFeRD-Format wurde vom Forum elektronische Rechnung Deutschland (FeRD) entwickelt. Technische Basis ist das PDF/A-3 Format, das die Einbettung von Dateianhängen erlaubt. Aktuell sind die Versionen der Reihe ZUGFeRD 2.x im Einsatz. Grundlage bildet die europäische Norm EN 16931.

Eine Rechnung, die jeder lesen kann – und jedes System versteht. Genau das macht den Reiz des hybriden Ansatzes aus.

ZUGFeRD im Vergleich mit der XRechnung

Die XRechnung ist ein reines XML-Format ohne sichtbare Darstellung und dominiert den Behördenverkehr. Für den B2B-Bereich gilt ZUGFeRD als praxisnahe XRechnung Alternative, weil Kunden die Rechnung ohne Spezialsoftware ansehen können.

Merkmal ZUGFeRD 2.x XRechnung 3.0
Dateiaufbau PDF/A-3 mit eingebetteter XML Reine XML-Datei
Sichtbare Darstellung Direkt im PDF-Reader Nur über Viewer wie Quba
Hauptanwendung B2B-Geschäftsverkehr Öffentliche Auftraggeber
Versionen 2.0, 2.1, 2.2, 2.3 1.2, 2.0, 2.2, 2.3, 3.0
Normgrundlage EN 16931 EN 16931

Welchen Nutzen das Format bringt

  • Keine manuelle Erfassung, da XML-Rechnungsdaten automatisch einfließen
  • Revisionssichere Archivierung dank PDF/A-3 Format
  • Weniger Tippfehler und schnellere Zahlungseingänge
  • Ein Dokument für Kunden, Steuerberater und Prüfer

Rechtliche Grundlagen in Deutschland

Wer in Deutschland Rechnungen schreibt, bewegt sich in einem klar geregelten Rahmen. Das Umsatzsteuergesetz gibt vor, welche Angaben eine Rechnung enthalten muss – unabhängig davon, ob sie auf Papier oder als elektronische Rechnung entsteht. Für die Zugferd Rechnung gelten dieselben Pflichtangaben, ergänzt um technische Vorgaben an das Datenformat.

Gesetzliche Anforderungen an Rechnungen

Fehlt eine Pflichtangabe, kann der Vorsteuerabzug beim Empfänger scheitern. Prüfdienste wie Portinvoice.com testen eine hochgeladene Datei gegen rund 64 verschiedene Regeln. Nicht jede Abweichung führt zur Ablehnung – eine Rechnung kann gültig sein, obwohl einzelne Regeln nicht erfüllt sind.

Digitalisierung und Archivierungspflicht

Jeder digitale Beleg, auch ein einfaches PDF, muss revisionssicher und GoBD-konform aufbewahrt werden. Lösungen wie das Beleg-Archiv von Agenda InvoiceHub decken diese Anforderungen vollständig ab. Die digitale Rechnungsstellung ersetzt damit nicht nur den Briefumschlag, sondern den kompletten Ablageordner.

Inkrafttreten der Pflicht

Seit 2024 diskutiert die Selbstständigen-Community intensiv über die neuen Vorgaben; zahlreiche Fachbeiträge erschienen im September 2024.

Anforderung Papierrechnung Zugferd Rechnung
Pflichtangaben nach UStG Erforderlich Erforderlich
Maschinenlesbare Daten Nicht vorhanden XML im PDF/A-3 enthalten
GoBD-konforme Archivierung Papierablage 10 Jahre Digitales Beleg-Archiv 10 Jahre
Automatische Validierung Nicht möglich Prüfung gegen 64 Regeln

Wer den E-Rechnung Standard früh umsetzt, vermeidet Nachrüstungen unter Zeitdruck und bleibt gegenüber Auftraggebern anschlussfähig.

Vorteile der Zugferd Rechnung für Unternehmen

Wer heute auf eine Zugferd Rechnung umstellt, gewinnt mehr als nur Rechtssicherheit. Das Hybridformat verbindet ein lesbares PDF mit maschinenlesbaren XML-Daten. Genau diese Kombination bringt Buchhaltung, Einkauf und Vertrieb spürbar voran.

Schnellere Abläufe dank automatischer Verarbeitung

Strukturierte Rechnungsdaten lassen sich direkt in die Buchhaltungssoftware einlesen. Kein Abtippen, kein Scannen, keine Zettelwirtschaft. Der Rechnungsaustausch digital verkürzt Durchlaufzeiten von Tagen auf Minuten, weil Prüfung und Freigabe automatisch angestoßen werden. Skontofristen lassen sich dadurch deutlich leichter einhalten.

Was die Umstellung wirklich kostet

Die Einstiegshürde ist niedriger, als viele Betriebe vermuten. Ein Blick auf gängige Angebote zeigt das Preisniveau:

Anbieter Preis Leistungsumfang
DATEV E-Rechnungsplattform 5 Euro pro Jahr Erstellen von XRechnung und ZUGFeRD 2.x
Portinvoice 10 Euro pro Monat zzgl. USt. Bis zu 50 validierte und archivierte Rechnungen
ZUGFeRD Community – Member Edition 5 Euro pro Monat zzgl. USt. Basisfunktionen für Einsteiger
ZUGFeRD Community – Standard Edition 10 Euro pro Monat zzgl. USt. Erweiterter Funktionsumfang
ZUGFeRD Community – Business Edition 25 Euro pro Monat zzgl. USt. Volle Ausstattung für Vielschreiber
Agenda InvoiceHub Free dauerhaft kostenfrei 50 Belege pro Monat, ein Postfach

Weniger Fehler im Rechnungswesen

Jede manuelle Eingabe ist eine mögliche Fehlerquelle. Eine elektronische Rechnung im ZUGFeRD-Format wird vor dem Versand validiert, Pflichtangaben werden geprüft. Zahlendreher bei Beträgen oder IBAN verschwinden weitgehend.

Wer Daten nur einmal erfasst, spart doppelte Arbeit und halbiert das Risiko für Rückfragen.

Das Ergebnis: weniger Mahnungen, sauberere Zahlen und ein Team, das sich um wichtigere Aufgaben kümmern kann.

Erstellung einer Zugferd Rechnung

Eine Zugferd Rechnung erstellen klingt technisch, ist in der Praxis aber gut machbar. Das Ergebnis ist immer eine Datei im PDF/A-3 Format, in die maschinenlesbare XML-Rechnungsdaten eingebettet sind. Sichtbares Dokument und Datensatz müssen dabei exakt übereinstimmen.

Schritt für Schritt zum fertigen Beleg

  1. Passendes Tool wählen – etwa PDF24, easy-e-invoice oder die ZUGFeRD Community.
  2. Stammdaten des eigenen Unternehmens und des Empfängers eintragen.
  3. Rechnungspositionen mit Menge, Einzelpreis und Steuersatz erfassen.
  4. Zahlungsbedingungen sowie IBAN und BIC hinterlegen.
  5. Vorschau prüfen und als ZUGFeRD-PDF oder XRechnung exportieren.

Zugferd Rechnung erstellen Schritt für Schritt

Welche Angaben Pflicht sind

Der Aufwand hängt stark vom Werkzeug ab. Bei PDF24 füllen Sie rund 50 Felder plus zehn Felder je Position aus. Die ZUGFeRD Community verlangt gut 30 Rechnungsfelder und sieben Felder pro Position, versieht Testausgaben aber mit einem großen Trial-Wasserzeichen.

Anbieter Registrierung Felder pro Position Besonderheit
PDF24 nicht nötig 10 Logo-Upload, unbegrenzt kostenfrei
ZUGFeRD Community erforderlich 7 Wasserzeichen bei Testausgabe
easy-e-invoice nicht nötig variabel Kleinunternehmerregelung, mehrere Designs

Layout und optischer Auftritt

Ihr Logo, klare Spalten und fortlaufende Zeilennummern erhöhen die Lesbarkeit. Bestellkennzeichen erleichtern dem Kunden die Zuordnung. Prüfen Sie IBAN und BIC vor dem Versand – falsche Bankdaten bremsen die digitale Rechnungsstellung sofort aus.

Softwarelösungen für Zugferd Rechnungen

Wer regelmäßig Rechnungen schreibt, braucht ein Werkzeug, das das ZUGFeRD-Format sauber erzeugt und einliest. Der Markt bietet inzwischen kostenlose Viewer, Web-Generatoren und cloudbasierte Komplettlösungen. Die Wahl hängt davon ab, ob Sie nur wenige Belege pro Monat versenden oder ganze Rechnungsstapel automatisiert verarbeiten.

Bekannte Programme im Überblick

  • WISO MeinBüro Rechnungen Free – erstellt und liest Belege im Browser; eingehende Dateien ziehen Sie per Drag & Drop ins Programmfenster.
  • PDF24 – kostenloser Web-Generator für die schnelle elektronische Rechnung zwischendurch.
  • ZUGFeRD Community der ferd management & consulting GmbH – erzeugt Muster in allen ZUGFeRD- und XRechnung-Versionen, gedacht vor allem für Entwickler.
  • Quba – quelloffener Viewer für Windows, Linux und Mac ab M1.
  • InvoiceViewer (Mac) – zeigt eingehende XRechnungen an und sortiert sie nach Datum.
  • Agenda InvoiceHub – Cloudverwaltung für E-Rechnungen und gescannte Papierbelege, mit Übergabe an DATEV- oder Agenda-Kanzleien.

Die Lösungen im direkten Vergleich

Lösung Plattform Kosten Besonderheit
WISO MeinBüro Rechnungen Free Web kostenlos Erstellen und Lesen in einem Tool
PDF24 Web kostenlos Einfacher Generator ohne Anmeldung
ZUGFeRD Community Web Member Edition: bis 50 Rechnungen GoBD-konforme Archivierung ab Standard Edition
Quba Windows, Linux, Mac ab M1 kostenlos, Open Source Reiner Viewer für Prüfzwecke
InvoiceViewer macOS kostenlos Automatische Ablage nach Datum
Agenda InvoiceHub Cloud 14 Tage Testphase Belegweiterleitung per E-Mail an den Steuerberater

Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten

Prüfen Sie, welche Versionen des Formats unterstützt werden und ob eine XRechnung Alternative mitgeliefert wird. Wichtig sind revisionssichere Archivierung, eine Schnittstelle zur Buchhaltung und ein Validierungsbericht für jeden Beleg.

Gute Software erkennt man daran, dass sie den E-Rechnung Standard erfüllt, ohne dass der Nutzer sich mit XML beschäftigen muss.

Testen Sie zwei bis drei Kandidaten mit echten Belegen. So sehen Sie schnell, welches Tool zu Ihrem Arbeitsalltag passt.

Integration in bestehende Systeme

Eine Zugferd Rechnung entfaltet ihren Nutzen erst, wenn sie ohne Umwege in die vorhandene IT-Landschaft fließt. Wer Buchhaltung, Warenwirtschaft und Archiv verbindet, spart doppelte Eingaben und gewinnt Zeit für das Tagesgeschäft.

Anbindung an ERP- und Buchhaltungssoftware

Datev Unternehmen online erfasst eingehende und ausgehende Belege für die vorbereitende Buchhaltung, schreibt selbst aber keine Rechnungen. Diese Lücke schließt die Datev E-Rechnungsplattform, deren Versand- und Empfangsfunktion im November 2024 freigeschaltet wurde. Basisdienste wie Benutzerverwaltung, News und die direkte Weiterleitung der Belege ins Postfach bleiben dauerhaft kostenfrei. Agenda InvoiceHub bietet in den kostenpflichtigen Varianten eine Schnittstelle zum Steuerberater sowie eine automatische Prüfung nach UStG.

Stolpersteine im Projektalltag

Viele kostenlose Werkzeuge laufen im Browser. Das erspart Installationen, wirft aber Fragen zum Datenschutz auf, weil vertrauliche Beträge und Kundendaten übertragen werden. easy-e-invoice hält alle Angaben ausschließlich im Zwischenspeicher des Browsers, verzichtet auf Server, Cookies und Tracking.

Lösungsansatz Stärke Zu beachten
Datev E-Rechnungsplattform Direkte Weiterleitung nach Datev Unternehmen online Erweiterte Funktionen kostenpflichtig seit 2025
Agenda InvoiceHub Automatische Prüfung nach UStG Steuerberater-Schnittstelle nur in Bezahlversionen
easy-e-invoice Keine Serverspeicherung, kein Tracking Kein zentrales Archiv im Tool

Empfehlungen für einen glatten Start

  1. Stammdaten bereinigen, bevor strukturierte Rechnungsdaten übernommen werden.
  2. Testläufe mit echten Belegen fahren und Prüfprotokolle auswerten.
  3. Rollen und Freigaben klar verteilen, damit der Rechnungsaustausch digital nachvollziehbar bleibt.
  4. Mitarbeitende schulen, denn digitale Rechnungsstellung verändert gewohnte Abläufe.

Häufige Fehler bei der Erstellung von Zugferd Rechnungen

Selbst nach einer sauberen Systemintegration schleichen sich im Alltag Fehler ein. Meist liegt es nicht an der Technik, sondern an fehlenden Angaben oder unsauber gepflegten Stammdaten. Wer die typischen Stolperfallen kennt, spart sich Rückfragen und verzögerte Zahlungen.

Typische Stolperfallen und wie Sie ihnen ausweichen

  • Unvollständige Pflichtfelder in der Eingabemaske, etwa Steuernummer oder Leistungsdatum
  • Falsche Bankdaten, die den Zahlungslauf beim Empfänger blockieren
  • Versand von Testdateien mit dem Wasserzeichen „Trial“ aus Community-Werkzeugen
  • Abweichungen zwischen Sichtkopie im PDF und den hinterlegten XML-Rechnungsdaten

Bankverbindungen lassen sich vorab absichern: BIC prüfen, BIC aus der IBAN ermitteln oder Kontonummer und Bankleitzahl in eine IBAN umwandeln.

Was fehlerhafte Belege im Unternehmen auslösen

Eine fehlerhafte elektronische Rechnung wird vom Empfängersystem oft automatisch abgewiesen. Das kostet Zeit, gefährdet Skonti und kann den Vorsteuerabzug verzögern, wenn Pflichtangaben nach dem Umsatzsteuergesetz fehlen.

So kontrollieren Sie Ihre Belege zuverlässig

Werkzeug Funktion Besonderheit
Portinvoice.com Validierung gegen 64 Regeln des E-Rechnung Standards Zehn kostenlose Prüfungen pro Tag, Sichtkopie mit Anbieterlogo
Quba Viewer Zeigt XML-Rechnungsdaten tabellarisch an Stellt eine Zugferd Rechnung zusätzlich als PDF dar
Beispielrechnungen des ZUGFeRD-Forums Testbelege für eigene Software Prüft, ob der Import im eigenen System sauber läuft

Prüfen Sie jede neue Vorlage einmal gründlich, bevor sie in den Serienversand geht.

Zukunft der Zugferd Rechnung

Der Markt für elektronische Rechnungen bewegt sich schnell. Neue Anbieter, neue Versionen und neue Funktionen erscheinen fast jedes Jahr. Wer heute auf das ZUGFeRD-Format setzt, sollte die kommenden Entwicklungen im Blick behalten.

Wohin sich der elektronische Belegfluss bewegt

Webbasierte Tools ohne Installation gewinnen an Bedeutung. Anbieter wie die ZUGFeRD Community kündigen erweiterte Editionen an, Agenda InvoiceHub prüft Rechnungen in den kostenpflichtigen Varianten automatisch nach den Vorgaben des UStG. Ein weiterer Trend: Belege wandern per E-Mail-Weiterleitung direkt in die Buchhaltung und von dort zum Steuerberater bei DATEV oder Agenda.

Digitale Rechnungsstellung mit ZUGFeRD-Format in der Zukunft

Neue Technologien und Standards

Die Standards wachsen mit. XRechnung erreichte Version 3.0, ZUGFeRD liegt in der Reihe 2.x vor – beide bauen auf der europäischen Norm EN 16931 auf. Das erleichtert den Rechnungsaustausch digital über Ländergrenzen hinweg.

Entwicklung Heute Erwartet
Software Lokale Installation Browserbasierte Portale
Prüfung Manuelle Kontrolle Automatische Validierung nach UStG
Übergabe PDF per Mail Direkter Kanal zum Steuerberater

Künstliche Intelligenz im Rechnungswesen

KI liest strukturierte Rechnungsdaten aus, ordnet Buchungskonten zu und meldet Abweichungen. Lernende Systeme erkennen Dubletten und falsche Steuersätze oft schneller als das menschliche Auge. Für die digitale Rechnungsstellung bedeutet das: weniger Routinearbeit, mehr Zeit für Analyse und Beratung.

Fazit zur Zugferd Rechnung

Die Zugferd Rechnung hat sich als praktischer Standard für den digitalen Rechnungsaustausch etabliert. Sie kombiniert ein lesbares PDF/A-3 Format mit eingebetteten XML-Daten. Empfänger brauchen keine Spezialsoftware, um den Beleg zu öffnen, und Buchhaltungsprogramme lesen die Daten automatisch ein.

Zusammenfassung der wichtigsten Punkte

Eine elektronische Rechnung nach diesem Standard erfüllt die Vorgaben der EN 16931 und gilt als komfortable XRechnung Alternative für den Austausch zwischen Unternehmen. Sie spart Tippaufwand, senkt Fehlerquoten und beschleunigt Freigabe sowie Zahlung. Der Umstieg lohnt sich unabhängig von der Firmengröße.

Empfehlungen für Unternehmen

Wer nur gelegentlich fakturiert, kommt mit kostenfreien Werkzeugen wie easy-e-invoice, PDF24 oder WISO MeinBüro Rechnungen Free gut zurecht. Bei regelmäßigem Rechnungsvolumen zahlt sich eine integrierte Lösung mit GoBD-konformer Archivierung aus, etwa Agenda InvoiceHub oder die Standard Edition der ZUGFeRD Community. Vor dem Versand hilft eine Prüfung über Portinvoice.com, eingehende Belege lassen sich mit Quba oder InvoiceViewer sauber darstellen.

Der Weg zur digitalen Rechnungsstellung

Starten Sie mit einer Testrechnung, prüfen Sie das Ergebnis und rollen Sie den Prozess danach im Team aus. Achten Sie auf revisionssichere Archivierung aller Belege über zehn Jahre. Bei webbasierten Gratis-Tools gilt Vorsicht mit vertraulichen Kunden- und Umsatzdaten. So gelingt der Wechsel zur digitalen Rechnungsstellung ohne Reibungsverluste.

FAQ

Was genau ist eine Zugferd Rechnung und warum gilt sie als hybrides Format?

Eine Zugferd Rechnung ist eine elektronische Rechnung, die zwei Welten in einer einzigen Datei vereint: ein sichtbares, für Menschen lesbares Dokument im PDF/A-3 Format und die darin eingebetteten, maschinell auswertbaren XML-Rechnungsdaten. Der Empfänger kann die Rechnung also wie gewohnt am Bildschirm lesen oder ausdrucken, während seine Buchhaltungssoftware parallel die strukturierten Rechnungsdaten automatisch einliest. Genau diese Doppelnatur macht das ZUGFeRD-Format so praxistauglich – niemand benötigt zwingend Spezialsoftware, um den Beleg überhaupt anzusehen.

Worin unterscheidet sich ZUGFeRD von der XRechnung?

Die XRechnung ist ein reines XML-Format ohne visuelle Darstellung und wird vor allem im Behördenverkehr eingesetzt. ZUGFeRD dagegen liefert zusätzlich die PDF-Ansicht mit und gilt deshalb als praxisnahe XRechnung Alternative für den B2B-Bereich. Beide beruhen auf derselben europäischen Norm EN 16931 und sind damit ein anerkannter E-Rechnung Standard. Aktuell relevant sind ZUGFeRD 2.x sowie die XRechnung-Versionen 1.2, 2.0, 2.2, 2.3 und 3.0, die sich beispielsweise über den Generator der ZUGFeRD Community erzeugen lassen.

Mit welchen kostenlosen Tools kann ich eine ZUGFeRD-Rechnung erstellen?

Für den Einstieg in die digitale Rechnungsstellung genügen kostenfreie Werkzeuge: WISO MeinBüro Rechnungen Free (Web) erstellt und liest Rechnungen, eingehende Belege zieht man per Drag & Drop auf das Programmfenster. Der PDF24 E-Rechnungsgenerator erlaubt unbegrenzt kostenfreie Rechnungen in XRechnung und ZUGFeRD inklusive Logo-Upload. easy-e-invoice arbeitet direkt im Browser ohne Registrierung und Abo. Ergänzend gibt es die ZUGFeRD Community für Testdateien, den Open-Source-Viewer Quba sowie den Validator Portinvoice.com.

Wie viele Felder muss ich bei den kostenlosen Generatoren ausfüllen?

Bei PDF24 umfasst die Onlinemaske rund 50 Felder plus jeweils zehn Felder pro Rechnungsposition, die alle manuell einzutragen sind. Bei der ZUGFeRD Community sind es gut 30 Felder pro Rechnung und sieben Felder je Position. Das ist bei Gelegenheitsrechnungen machbar, wird bei regelmäßiger Fakturierung aber schnell mühsam – dann lohnt eine integrierte Lösung mit gespeicherten Stammdaten.

Darf ich eine Testrechnung aus der ZUGFeRD Community an Kunden verschicken?

Nein. Die Testausgabe trägt ein großes Wasserzeichen „Trial“ und eignet sich ausdrücklich nicht für den Kundenversand. Der versehentliche Versand solcher Testdateien zählt neben unvollständigen Pflichtfeldern und falschen Bankdaten zu den häufigsten Fehlerquellen beim Rechnungsaustausch digital.

Wie prüfe ich, ob meine E-Rechnung gültig ist?

Nutzen Sie einen Validator wie Portinvoice.com: Dort sind täglich zehn kostenlose Validierungen möglich, geprüft wird gegen 64 verschiedene Regeln, und Sie erhalten die Aussage, ob die Rechnung den Anforderungen des Umsatzsteuergesetzes entspricht. Eine Rechnung kann übrigens auch dann valide sein, wenn nicht sämtliche Regeln erfüllt sind. Im Anschluss lässt sich eine Sichtkopie herunterladen, die in der Gratisversion das Logo der Mutterfirma obwyse trägt.

Womit kann ich eingehende ZUGFeRD- und XRechnungen anzeigen?

A: Quba ist ein kostenloser Open-Source-Viewer für Windows, Linux und Mac ab M1; er stellt die XML-Datei tabellarisch dar und zeigt bei ZUGFeRD zusätzlich die PDF-Variante. Für macOS gibt es InvoiceViewer, der eingehende XRechnungen visualisiert und automatisch nach Datum ablegt. Auch WISO MeinBüro Rechnungen Free liest eingehende Rechnungen per Drag & Drop ein.

Muss ich meine elektronischen Rechnungen archivieren – auch bei nur wenigen Belegen im Monat?

Ja. Auch Selbstständige mit wenigen Rechnungen pro Monat sind verpflichtet, sämtliche elektronischen Belege revisionssicher und GoBD-konform zu archivieren – das gilt ebenso für herkömmliche PDFs. Tools wie Agenda InvoiceHub erfüllen mit ihrem Beleg-Archiv alle GoBD-Anforderungen; bei der ZUGFeRD Community ist die GoBD-konforme Archivierung dagegen erst ab der Standard Edition vorgesehen.

Was kosten die kostenpflichtigen Lösungen?

Die Datev E-Rechnungsplattform sollte ab 2025 das Schreiben von Rechnungen in XRechnung und ZUGFeRD 2.x für 5 Euro pro Jahr anbieten. Portinvoice kostet 10 Euro monatlich zzgl. Umsatzsteuer für bis zu 50 validierte und archivierte E-Rechnungen. Die ZUGFeRD Community plant drei Stufen: Member Edition 5 Euro, Standard Edition 10 Euro und Business Edition 25 Euro monatlich zzgl. Umsatzsteuer. Agenda InvoiceHub ist in der Free-Version mit 50 Belegen pro Monat und einem Postfach dauerhaft kostenfrei, die Bezahlversionen sind 14 Tage testbar.

Kann ich mit Datev Unternehmen online Rechnungen schreiben?

Nein. Datev Unternehmen online erlaubt die Erfassung eingehender und ausgehender Rechnungen im Sinne der vorbereitenden Buchhaltung, nicht aber das Schreiben von Rechnungen. Diese Lücke soll die Datev E-Rechnungsplattform schließen, deren Empfangen und Versenden im November 2024 freigeschaltet und bis Ende 2024 kostenlos war. Dauerhaft kostenlos bleiben dort die Basisfunktionen News, Benutzerverwaltung sowie die direkte Weiterleitung der E-Rechnungen vom Postfach nach Datev Unternehmen online.

Wie sicher sind webbasierte Gratis-Tools mit vertraulichen Rechnungsdaten?

Fast alle kostenlosen Werkzeuge sind webbasiert – das spart Installationsaufwand, betrifft aber vertrauliche Daten wie Umsätze, Kundenadressen und Bankverbindungen. Eine positive Ausnahme ist easy-e-invoice: Alle Daten bleiben ausschließlich im Zwischenspeicher des Browsers und werden nie auf einem Server gespeichert; das Tool arbeitet zudem ohne Cookies und Tracking.

Welche Angaben sollte ich vor dem Versand besonders sorgfältig kontrollieren?

Neben den umsatzsteuerlichen Pflichtangaben vor allem die Bankdaten. Prüfen Sie IBAN und BIC vorab, ermitteln Sie die BIC gegebenenfalls aus der IBAN oder wandeln Sie Kontonummer und Bankleitzahl in eine IBAN um. Falsche Zahlungsdaten führen zu verzögerten Zahlungseingängen und aufwendigen Korrekturrechnungen – ein Fehler, der sich in Sekunden vermeiden lässt.

Unterstützen die kostenlosen Tools auch die Kleinunternehmerregelung?

Ja, easy-e-invoice unterstützt die Kleinunternehmerregelung ausdrücklich und bietet darüber hinaus eigenes Logo, verschiedene Rechnungs-Designs sowie Einstellungen für Zeilennummern und Bestellkennzeichen. Der Export erfolgt wahlweise als ZUGFeRD-PDF oder als XRechnung.

Welchen praktischen Nutzen haben strukturierte Rechnungsdaten im Alltag?

A: Strukturierte Rechnungsdaten ermöglichen die automatische Verarbeitung in der Buchhaltung, ohne dass Beträge, Steuersätze oder Positionen manuell abgetippt werden müssen. Das spart laut Erfahrungsberichten erheblich Zeit und reduziert Fehlerquellen deutlich. Ergänzt wird das durch automatisierte Belegerfassung per E-Mail-Weiterleitung und die direkte Übermittlung freigegebener Belege an angebundene DATEV- oder Agenda-Steuerberater, wie sie Agenda InvoiceHub cloudbasiert anbietet.

Wohin entwickelt sich der Markt für E-Rechnungs-Tools?

Der Markt wächst laufend: Anbieter kündigen weitere Ausbaustufen an, etwa die noch nicht verfügbaren Standard- und Business-Editionen der ZUGFeRD Community. Erkennbar sind zwei Trends – hin zu webbasierten, installationsfreien Lösungen und hin zur automatischen Rechnungsprüfung nach UStG, wie sie Agenda InvoiceHub in den kostenpflichtigen Versionen bietet. Auch die Standards selbst entwickeln sich weiter, sichtbar an den Versionssprüngen der XRechnung bis 3.0 und an ZUGFeRD 2.x auf Basis der Norm EN 16931.
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